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5. An dich, dem es im Leben um Geld, Geld und nochmal Geld geht

Der Wertmaßstab des Menschen: Du gibst ihm etwas Geld und gleich fängt er an zu springen.

Der Mensch ist ein Einfaltspinsel: Alles was er will ist Geld, Gesundheit, eine Karriere und schöne Mädchen.

Du glaubst, es sei etwas Besonderes, sich Luxus zu gönnen? Ich kann nicht verstehen, warum alle Welt die Reichen beneidet.

Ich mache mich immer über die Reichen, die sich mit ihrem Geld wichtig tun, lustig. Deshalb geben sie mir dann auch nichts davon ab...

Früher wurde viel Wirbel um "glückverheißende Himmelsrichtungen" gemacht. Doch heute wissen wir, dass sich die Erde um die Sonne dreht, und wir lassen Satelliten um die Erde kreisen. Da spielen die Richtungen auf der Erde keine Rolle mehr.
Letztlich kommt es auf die Himmelsrichtung nicht an.
"In der Irre halten wir die Welt für eine sichere Burg,
doch im Erwachen erkennen wir Leere in allen Richtungen.
Ursprünglich gibt es weder Ost noch West
- wo könnte es Norden und Süden geben?"
Da können wir nicht mehr fragen, welche Himmelsrichtung glückverheißend ist und welche nicht.
Doch was für die Himmelsrichtungen gilt, sieht bei Reich und Arm plötzlich anders aus: Da glauben wir hartnäckig, dass es besser sei, reich als arm zu sein. Dabei können wir in Wirklichkeit nicht wissen, was besser ist. Die Reichen haben auch ihre Sorgen. Und ohne Geld kannst du trotzdem leben. Oder bist du mit einer Aussteuer auf die Welt gekommen?

Menschliches Glück und Unglück hängt nicht nur vom Geld ab. Wenn die Summe in deinem Sparbuch ein Maß deines Glücks darstellte, wäre die Sache einfach. Doch so einfach ist es dann doch nicht.

Ohne Geld steckst du in Schwierigkeiten. Trotzdem solltest du wissen, dass es noch wichtigere Dinge als Geld gibt. Ständig denkst du an Sex. Doch du solltest wissen, dass es Wichtigeres als Sex gibt.

Du darfst nicht so hilflos sein, dass du anfängst zu sagen, dass ein Mensch Geld braucht um zu leben. In dieser Welt kannst du auch ohne Ersparnisse ein prächtiges Leben führen.

Selbst Universitätsprofessoren geht es nur um die täglichen Brötchen.

Nichts ist erbärmlicher, als sich von Position und Monatsgehalt zu ernähren.

"Arbeite, arbeite! Wenn du arbeitest, bekommst du Geld. Wenn du Geld hast, kannst du es dir gut gehen lassen und hast trotzdem noch etwas zu essen!"
Verglichen mit so simplen Anschauungen ist der Marxismus richtig niveauvoll.

Die Menschen der Welt sind zu infantil. Nicht nur, weil sie sich in Spielhöllen herumtreiben. Mit noch viel größeren Einsätzen spielen sie um Sieg oder Niederlage, Schlachten und Geschlachtet-Werden.

Deine Präferenzen sind bekannt: Sex und Schlemmerei und Karriere-Machen, ohne sich dabei anstrengen zu müssen. Deinen Präferenzen nachzujagen und den Dingen, die du nicht so sehr liebst, davonzulaufen, bedeutet in der vergänglichen Welt herumzutreiben.
Auch eine Ratte fängt an zu laufen, wenn du ihr einen Stromstoß versetzt.

Es gibt alle möglichen Leute: Selbst sogenannte "Gourmets", die keine Lebensfreude kennen, außer gut zu essen.

Reiche sind dumm. Wenn du dich auf's Geld verlässt, verdummst du automatisch.

Früher haben wir in der Schule beigebracht bekommen, viel Geld zu verdienen. Was wir leider nicht beigebracht bekommen haben, ist, dass Geld dumm macht.

Reiche sind reich, weil ihnen das Geld wichtig ist: Deshalb geben sie auch nichts davon ab!

Manche kommen sich wichtig vor, weil sie Geld haben. Andere kommen sich wichtig vor, weil sie "Satori" haben. Doch so sehr du deinen persönlichen Fleischsack auch aufblähst, du wirst nur zu einem Teufel.
Das, was nicht dir persönlich gehört, ist das gesamte Universum. Dort, wo die persönlichen Gedanken zu ihrem Ende kommen, beginnt der Buddhadharma.

In der Welt geht es stets um Gewinn oder Verlust, Plus oder Minus. Doch im Zazen geht es um nichts. Es bringt nichts! Deshalb ist es die größte und umfassendeste Sache, die es gibt.
"Die Blumen, die den Himmel meines Herzens schmücken,
ich biete sie den Buddhas in den drei Welten dar" (Dogen Zenji)


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