Die Deutschland Reise 2003
ドイツ演奏の旅



LAST UPDATE05/18/2005



ブルクレンお城から

 1976年5月、エスポワール吹奏楽団がイギリス・ハロゲイト音楽祭に参加した折に、共に参加したことがきっかけで ドイツ、バイエルン州ブルクレンゲンフェルト市 Knabenkapelle St. Vitus(当時の名称 現在はMusikkapelle St. Vitus)との交流が始まりました。
 St. Vitus は3回来日し、その都度京都市内を主に、ESP吹奏楽団、花園高校関係者宅でホームステイをしていただき、こちらからは、花園高校吹奏楽部および京都府大学選抜等の訪独の際には、大変お世話になっています。
 今回、エスポワール吹奏楽団単独では初の訪問となります。
 当サイトでは、2003年夏訪独交流を記録し、皆さんにご覧いただきます。
 

8.3 SUN 事前準備等
2003.8.7 THU 出発・到着
8.8 FRI ミュンヒェン観光
8.9 SAT 市長表敬訪問・灯篭セレモニー、お祭り会場Vitus+BB演奏
8.10 SUN お祭り会場演奏(ESP)、Vitus+BB演奏
8.11 MON ローテンブルグ、ディンケルスビュール観光
8.12 TUE レーゲンスブルク観光、コンサート(ESP)
8.13 WED ノイシュバーンシュタイン観光
8.14 THU さよならパーティーVitus+BB演奏
8.15 FRI ドイツ出発
8.16 SAT 帰国

ブルクレンゲンフェルト街角
ブルクレンゲンフェルト現地新聞記事など
ホストファミリーとエスポワールメンバーGastgeber




Musikkapelle St. Vitus 
ドイツ、バイエルン州ブルクレンゲンフェルト市 市庁舎前

ドイツでの演奏を紹介したHP こちらもどうぞ
リンク切れの際はご容赦下さい。


Japanische Gaste der Musikkapelle St. Vitus Burglengenfeld: "Wir lieben Musik und Bier“
Burglengenfeld.
Aus dem Munde bayerischer Musikanten ware dieser Ausspruch sicher nichts Ausergewohnliches. Wenn diese Aussage aber das Motto der Pultbehange einer japa-nischen Blasmusikformation ist, dann muss etwas Besonders dahinter stecken. Und dieses Besondere sind die engen Beziehungen, die von der Musikkapelle St. Vitus in Burglengenfeld bereits seit 1976, also weit uber 25 Jahre nach Kyoto in Japan gepflegt werden. Beim internationalen Jugendmusikfestival im englischen Harrogate trafen die Musiker damals erstmals zusammen, Josef Rodl und Ludwig Lamml auf Seiten der Burglengenfelder und Kunio Niida aus Kyoto waren die "Grundungsvater“ dieser bestandigen Musikantenfreundschaft. Den inzwischen oftmaligen Besuchen und Gegenbesuchen wurde jetzt ein weiterer Mosaikstein hinzugefugt. Stefan Hutt-ner, Vorstand von St. Vitus fuhr heuer personlich in die alte japanische Hauptstadt um die Einladung zum Sommerfest seiner Musikkapelle zu uberbringen. Drei Musikgruppen und zwar das "
Hanazono-High-School-Symphonic-Orchestra“ das aus Schulerinnen und Schulern im Alter zwischen 13 bis 17 Jahren besteht, das "Espoir-Wind-Orchestra“, dem Ehemalige der School-Band angehoren und die "Bayern Brass“ die optisch und akkustisch original bayerisch auftritt, liesen sich nicht lange bitten. Zusammen mit Begleitern und Angehorigen waren es knapp 100 Gaste, die in Burglengenfeld privat untergebracht wurden und damit enge Kontakte zu den fursorglichen Gastgebern knupfen konnten. Vertieft wurden diese durch ein groszugiges Rahmenprogramm, das die japanischen Gaste in Busreisen nach Munchen, Ro-thenburg ob der Tauber, Dinkelsbuhl, Weltenburg, Regensburg und Schloss Neu-schandstein fuhrte. Bei einem Empfang im Burglengenfelder Rathaus erhielten die beiden Dirigenten Aikawa Sadayoshi und Katsuraga Taakeshi aus der Hand von Vizeburgermeisterin Inge Frank je ein Bild der Stadt und der Musiker Nagai Shigetoshi wurde aus Anlass seines 10 Besuches in Burglengenfeld mit einer Urkunde geehrt. Das gemeinsame Musizieren stand naturlich im Vordergrund der Begegnung. Bei einem Standkonzert am St. Georgs-Brunnen klappte das Zusammenspiel zwischen dem High-School-Orchestra, dem Espoir-Wind-Orchestra, der 1. Besetzung und der 3. Gruppe von St. Vitus beim Marsch "Alte Kameraden“ und dem japanischen Volks-lied "Hu-ru-sa-to“ ganz vorzuglich. Beeindruckend dann die Zeremonie am "Toro“ dem Denkmal beim Probenheim von St. Vitus, wo der beiden verstorbenen Grundungsinitiatoren Josef Rodl und Kunio Niida gedacht wurde. Ergreifend dabei, als eine japanische Formation drei Strophen des Lieblingsliedes ihres verstorbenen Landsmannes Kunio Nidda "Am Brunnen vor dem Tore“ intonierte, manche Trane wurde dabei heimlich zerdruckt.
Eine tolle Uberraschung hatte dann die Gruppe
"Bayern Brass“ aus Kyoto beim an-schliesenden Sommerfest parat. Die Formation, die in ihrer Heimat unter Leitung ihres Dirigenten Shirasu Hiroyuki mit grosem Erfolg bayerische Volks- und Stimmungsmusik prasentiert, eroberte mit ihrem Auftritt im Sturm die Herzen der Festbesucher. So gekonnt, so schwungvoll, sauber und ausdrucksstark hier etwa der Tolzer Schutzenmarsch, die (deutsch gesungene) Herz-Schmerz-Polka oder der Zillertaler Hochzeitsmarsch zu horen waren, mus man hierzulande weit gehen, um so etwas zu finden. Die japanischen Gaste, von St. Vitus mit roten Leibln und schwarzen Hosen sogar zunftig eingekleidet, haben sich jedenfalls als gelehrige Schuler und in ihrer Lern- und Nachahmungsfahigkeit als wahre Meister erwiesen. Wer sie erlebte, glaubt ihnen ihr eingangs zitiertes Motto "Wir lieben Musik und Bier“ aufs Wort.
Den absoluten Hohepunkt des Besuches jedoch bildete das abschliesende Konzert
des Hanazona-High-School-Symphonic-Orchestra und desEspoir-Wind-Orchestra im Pfarrheim St. Michael. Das Schulerorchester gab unter dem Dirigenten Aikawa Sadayoshi einen Einblick in die musikalische Vielfalt seines Repertoires, das vom Konzertmarsch ?The Winners“ einem Wertungs-Pflichtstuck, uber die "Jubilee-Ouverture“ von Phillip Spahe, zwei Varianten von "Japanese Graffiti“ bis zu den Jazz und Swingnummern "Take the "A-Train“ von Billy Strayhorn und "Begin the begin“ von Cole Porter reichte. Die "Rosamunde“- und die "Egerlander-Polka“ waren unverkennbar als Reverenz an das einheimische Publikum gedacht, ebenso das mit viel Tempo und Schwung prasentierte "Trompetenecho“ als Zugabe.
Klassische japanische Blasmusik bot dann im zweiten Konzertteil das
Espoir-Wind-Orchestra“ unter seinem Dirigenten Katsuragi Taakeshi. Die reife Erfahrung und das Konnen Ehemaliger des High-School-Orchesters, aktiver und ehemaliger Lehrer und Freunde wurde beim "Syncopated-Marsch“, der "Japanese Folk-Song Suite“, dem Medley "Mononoke Hime“ von Jo Hisashi, und besonders beim vielumjubelten Sopran-saxophon-Solo-Stuck von den "Traumblumen“ deutlich. Mit Filmmusik aus "The En-tertainer“, "Mona Lisa“ und "Singing in the rain“ sowie den vier Zigeunertanzen "Puszta“ von Jan van der Roost bewies das Orchester, dass es aber auch moderne Arangements und europaische Originalkompositionen meisterhaft beherrscht. Nach den Zugaben "A gentle Breeze“, dem "Bayerischen Defiliermarsch“ und dem romantischen Abschluss "Die Heimat“ belohnten "Standig-Ovations“ des begeisterten Publikums die phantastische Leistung der Musiker aus dem fernen Osten.

Quelle: Bericht: Egon Werner